3. Informations- und Gebetsbrief

Kerstin Heykamp

Thomas Lardon

Liebe Freunde und Freundinnen,
liebe Mitglieder der Pinéa Programm Gruppe,

ich grüße Sie ganz herzlich mit dem Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden! Ja, ER ist wahrhaftig auferstanden!“

Liebe Freunde und Freundinnen,
liebe Mitglieder der Pinéa Programm Gruppe,

ich grüße Sie ganz herzlich mit dem Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden! Ja, ER ist wahrhaftig auferstanden!“

In einer Zeit, in der wir die Folgen der Corona-Pandemie hautnah erleben und erleiden, scheint die Angst in unserer Gesellschaft größer zu sein als die Hoffnung. Aber begründete Hoffnung brauchen wir im Augenblick mehr noch als die dringend nötige Solidarität und den Gemeinsinn, der überall eingefordert wird. Wo bekommen wir Hoffnung her? Die Bibel gibt uns klare Hinweise.

Da fällt mir zum Beispiel Maria von Magdala ein. Im Johannes-Evangelium (20,11-18) wird berichtet, wie sich bei dieser verlassenen und traurigen Person die Trauer in Freude und Hoffnung verwandelte. Was war geschehen? Nachdem Jesus Christus auf Golgatha gekreuzigt und anschließend in ein Grab gelegt worden war, ging Maria am ersten Tag der neuen Woche zum Grab. So ein Grab ist ja nicht nur eine Grube in der Erde, sondern markiert auch das Ende eines irdischen Lebensweges. Für Maria war mit dem Tod Jesu ein Weg abgebrochen, der einige Jahre vorher in Magdala begonnen hatte. Eine Aufgabe hatte für sie aufgehört, die sie ganz und gar ausfüllte. Eine Hoffnung war trübe geworden, die bisher ihre Zukunft hell gemacht hatte. Die traurige und verzweifelte Maria ging zum Grab, um zu trauern. Aber das Grab war leer! Der Stein war weggerollt! Wo war ihr Herr? „Sie haben meinen Herrn weggenommen!“ klagte die ratlose Frau. Doch da begegnete ihr der auferstandene Jesus Christus und sprach ihren Namen: Maria! In diesem einen Moment verwandelte sich Marias tiefe Trauer schlagartig in Freude und Hoffnung. Der Herr ist auferstanden!

Viele unter uns durchleben gerade ganz ähnliche Gefühle: Die Corona-Pandemie hat uns den Kontakt zu lieben Menschen genommen. Das Elend in der Welt hat uns die Freude genommen. Die Krise hat uns vielleicht sogar unsere wirtschaftliche Existenz genommen. Aber am Ostertag dürfen wir wie Maria an dem leeren Grab die Ohren und die Herzen aufsperren und sagen: „Der Herr ist auferstanden! Ja, ER ist wahrhaftig auferstanden!“ Dieser Oster-Ruf ist das Herzstück unseres christlichen Glaubens. Nichts ist für uns mehr auf Dauer „todsicher“, sondern wir können „auferstehungssicher“ bekennen: Seit Ostern hat nicht mehr der Tod das letzte Wort, sondern unser auferstandener und gegenwärtiger Herr Jesus Christus!

Die Corona-Pandemie ist eine der größten Krisen der letzten Jahrzehnte. Aber die Auferstehung Jesu Christi ist das umwälzendste Ereignis der gesamten Geschichte. Die Freude des ersten Ostertages hat an Kraft und Hoffnung bis heute nichts eingebüßt, und darum können wir heute als einsame und traurige Menschen die gleiche Erfahrung machen wie einst Maria: Jesus Christus lebt! ER ist da! ER kennt uns und ruft uns bei unserem Namen! ER hat gute Gedanken über uns! ER tröstet und segnet uns! Das wollen wir auch für Pinéa glauben.

Immer wieder hören wir von den PPG-Mitgliedern, den Mitarbeitenden und den Gästen die verständliche Frage: „Wann können wir mit einer Entscheidung zur Saisoneröffnung in Pinéa rechnen?“ Antwort: „Eine endgültige Entscheidung können wir nur in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Regelungen treffen, und über die können selbst kompetente Wissenschaftler und maßgebende Politiker noch keine Vorhersagen machen.“ Im Umgang mit Corona dürfen wir nicht leichtfertig sein; wir müssen besonnen handeln. Deshalb haben wir als Gesamtvorstand unter Vorbehalt den 30. Mai 2020 als Saisonstart beschlossen. Ob wir den Termin halten können, wird die weitere Entwicklung zeigen.

 Vor Beginn der Kontakteinschränkungen haben wir uns Ende Februar/Anfang März zu einer Klausurtagung getroffen, und wir konnten in einer guten Atmosphäre konstruktiv arbeiten. Axel Juhre fasst das für Sie so zusammen: „Es war ein besonderes und gesegnetes Wochenende mit dem gesamten Vorstand der PPG im Tagungszentrum KARIMU. Wir haben uns sehr offen über die Vergangenheit ausgetauscht und auch die gemeinsame Zeit mit Karsten und Conny Ruß reflektiert. Wir haben die Umfrageergebnisse besprochen und dabei die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns an vielen Stellen erkannt und konkret benannt. Auch unsere Struktur und unsere Zusammenarbeit haben wir hinterfragt und für die Zukunft eine klare Ausrichtung gefunden. Wir alle haben in Pinéa erlebt, wie begeisternd und inspirierend geistliches Programm und Gemeinschaft ist – dass die Erfrischung durch solch einen Urlaub viel tiefer wirkt und länger anhält als bloße Sonnentage am Strand. 'Leben mit Gott in Frankreich: offen, begeisternd und erfrischend in einer modernen Wohnanlage am Meer' – dieses Motto ist uns deshalb wichtig geworden und wird uns in den nächsten Schritten leiten. Auf der nächsten Mitgliederversammlung möchten wir Euch gerne im Detail informieren, insbesondere natürlich auch über die Umfrageergebnisse, an der viele von Euch teilgenommen haben.“

 Auch wenn die Welt nach Corona eine andere sein wird als die, die wir bei unseren Planungen letztes Jahr vor Augen hatten, gibt es Gutes zu berichten: Der komplette Mitarbeiterstab für 2020 steht fest. Mit an Bord sind dankenswerter Weise weiterhin Karin und Peter Fuhrmann. Zur Nachfolge von Ehepaar Ruß haben sich zwei Personen bereit erklärt: Kerstin Heykamp und Thomas Lardon. Als Vorstand sind wir sehr dankbar, dass sie diesen Dienst als Berufung empfinden.

Kerstin Heykamp schreibt:

„Nachdem sich Ende 2019 abzeichnete, dass es einen Wechsel in der Leitung vor Ort in Pinéa geben würde, beschäftigte mich diese Situation sehr. Ich war gerade dabei, das Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter für die neue Saison 2020 zusammenzustellen und mir war klar, dass es unbedingt notwendig sein würde, diesen jungen Leuten eine Begleitung zur Seite zu stellen, die vor Ort 'die Fäden in der Hand hält' und gemeinsam mit dem Pinéa-Team einen guten Start in die Saison 2020 gewährleistet.

Bereits 2016 hatte ich die Möglichkeit, das damals neue Leitungsehepaar Ruß beim Saisonstart für drei Monate vor Ort zu begleiten und zu unterstützen. Die Arbeit in Pinéa ist mir seitdem sehr ans Herz gewachsen, so dass ich in der Folge bereits Aufgaben im Vorstand übernommen habe. Auch als Urlauberin habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, wie besonders Pinéa ist, wie wohltuend, wie begeisternd. Dieses Angebot 'muss' einfach fortgeführt werden.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich Anfang des Jahres entschieden, meinen Job in einer Kanzlei zu kündigen, um den Saisonstart 2020 erneut zu begleiten und mich als Teil einer Interimslösung zur Verfügung zu stellen. So übernahm ich – mit großer Unterstützung von Judith und Tobias Haupt sowie einigen ehemaligen Teamern – unter anderem die Durchführung des Vorbereitungswochenendes für die ehrenamtlichen Mitarbeiter 2020. 35 junge Leute stehen seitdem in den Startlöchern, um unsere Gäste in Pinéa im Laufe der Saison 2020 'glücklich zu machen'. Auch die Kontaktaufnahme zu den Referenten und Musikern zur Absprache des jeweiligen Wochenprogramms lief bereits Anfang März an. Meine Anreise mit den ersten Mitarbeitern war für Ende März geplant. Nachdem Corona unserem Saisonstart einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sitzen wir quasi auf Abruf auf unseren gepackten Koffern und hoffen, dass sich die Situation bald entspannt. Gerne möchten wir in Pinéa unsere Gäste begrüßen und für sie da sein.“

Thomas Lardon schreibt:

„Als ich zum Jahresanfang mit Christine Siebald telefonierte, erzählte sie mir, dass in diesem Jahr eine Vakanz in der Pinéa-Programmleitung bestehe und sie nun gar nicht wüssten ... Da bot ich spontan an, auszuhelfen und meine in vielen Jahren gesammelten Erfahrungen als Freizeitpädagoge, Geschäftsmann, Autor, Familienvater und Liedermacher einzubringen. Und jetzt freue ich mich auf meinen (hoffentlich baldigen) Einsatz auf Korsika!“

 Erfreulich ist, dass sich dank Ihrer Begleitung und Ihrer Gebete bei der Suche nach neuen Hauptamtlichen sehr gute Kandidaten als „Gäste-Glücklich-Macher“ vorgestellt haben. Sobald die Corona-Krise vorbei ist und wir in Deutschland und Frankreich wieder Rechtssicherheit haben, wollen wir uns auf eine Bewerberin einlassen, die für die nächsten Jahre vor Ort sein kann. Zudem reflektieren wir im Gesamt-Vorstand, ob es nicht sinnvoll wäre, die Saison 2020 zu verlängern, statt sie, wie geplant, Mitte Oktober zu beenden, um Gästen den abgesagten Urlaub doch noch zu ermöglichen und die Vermietungsverluste für die Appartementbesitzer so klein wie möglich zu halten. Aber wir folgen hier auf alle Fälle dem Prinzip, dass Gesundheit wichtiger ist als Wirtschaftlichkeit.

Die Corona-Krise hat auch unsere geplanten Gebetstreffen in Süddeutschland am 26. April und in Westdeutschland am 10. Mai unmöglich gemacht. Wir werden stattdessen einfach alle zu Hause beten, und die Verantwortlichen werden zu gegebener Zeit neue Termine bekanntgeben. Wie viele Anliegen es gibt, für die Sie beten können, wollten wir Ihnen als Gesamt-Vorstand mit diesem sehr ausführlichen Ostergruß ans Herz legen. Im Namen von Christine Siebald und Carl von Gehlen und dem gesamten Beirat grüße ich Sie nun sehr herzlich: Seien Sie von dem dreieinigen Gott gesegnet, und bleiben Sie gesund und fröhlich im Herzen! Wir haben einen auferstandenen und gegenwärtigen Herrn, der größer und mächtiger ist als unsere größten und mächtigsten Sorgen.

Ihr

Pastor Joachim Rohrlack 

Vorsitzender des PPG-e.V.