5. Informations- und Gebetsbrief

Karolin Freund

Thomas Lardon

Pastor Joachim Rohrlack

Liebe Freunde und Freundinnen,
liebe Mitglieder der Pinéa Programm Gruppe,

vermutlich geht es Ihnen wie mir: In diesen Tagen erzwungener Korsika-Enthaltsamkeit denke ich häufig an meine Erlebnisse und Beobachtungen auf dieser wunderbaren Insel. Bei jedem neuen Besuch lernte ich die Mittelmeerwelt ein wenig anders sehen, farbenprächtiger und intensiver. Auf meinen langen Spaziergängen durch die Macchia ist mir übrigens auch bewusst geworden, wie oft am Tag mir der unbewusste, natürliche Vorgang des Atmens guttut. „Gott sei Dank für meine Puste!“ murmelte ich oft, wenn ich einen Höhenzug bestiegen hatte.

Liebe Freunde und Freundinnen,
liebe Mitglieder der Pinéa Programm Gruppe,

vermutlich geht es Ihnen wie mir: In diesen Tagen erzwungener Korsika-Enthaltsamkeit denke ich häufig an meine Erlebnisse und Beobachtungen auf dieser wunderbaren Insel. Bei jedem neuen Besuch lernte ich die Mittelmeerwelt ein wenig anders sehen, farbenprächtiger und intensiver. Auf meinen langen Spaziergängen durch die Macchia ist mir übrigens auch bewusst geworden, wie oft am Tag mir der unbewusste, natürliche Vorgang des Atmens guttut. „Gott sei Dank für meine Puste!“ murmelte ich oft, wenn ich einen Höhenzug bestiegen hatte.

      Wir alle wissen, wie lebenswichtig das Ein- und Ausatmen ist. Wir holen uns dabei die Luft, die uns mit dem erforderlichen Sauerstoff versorgt und werden die verbrauchte Luft dann wieder los. Wer nicht atmet, der stirbt! Diese Wahrheit trifft nicht nur auf unser körperliches Leben zu, sondern auch auf den Glauben. Woher bekommt unser Glaube seine Frischluft, damit er lebendig bleibt? Jesus sagt: Ich liefere euch den Sauerstoff durch den Heiligen Geist, und von mir empfangt ihr die Energie für euer Leben. Kommt immer wieder zu mir und erneuert mit jedem Atemzug die Verbindung zu mir, damit ihr bekommt, was ihr braucht.

      Aber wir müssen lernen, in der Beziehung zu Gott auch auszuatmen. Körperlich müssen wir ja die verbrauchte, sauerstoffarme Luft wieder loswerden, um nicht zu platzen, und auch im Glauben müssen wir immer wieder ausatmen: Dinge loslassen, Lasten abladen, Ängste aussprechen, Schuld bekennen, falsche Pläne revidieren – damit sie uns nicht innerlich blockieren.

      Beides – das Ein- und das Atmen des Glaubens – haben schon Tausende Urlauber in Pinéa gelernt, geübt und praktiziert: Ausatmen beim Gebet auf einsamen Strandwanderungen, beim stillen Verweilen an den Klippen östlich der Bucht, bei der Unterhaltung mit Mitchristen abends vor dem Restaurant. Einatmen dann wieder in der morgendlichen Bibelzeit, bei den Vorträgen und Konzerten in le théatre oder auch im Gespräch mit einem Seelsorger. Alles das möchten wir mit den Angeboten der PPG in Pinéa jedem Urlaubsgast ermöglichen.

      Und nun hat uns tatsächlich die Corona-Krise für eine Weile in unserem Engagement für Pinéa ausgebremst. Trotz mancher Lockerungen kann von Normalität noch keine Rede sein, auch wenn seit dem Wochenende das Auswärtige Amt auf seiner Website offiziell die Öffnung Korsikas für Touristen meldet. Unter Einhaltung aller derzeitigen Gesetzesvorschriften werden wir uns nach Kräften darum bemühen, dass Pinéa – auch in 2020 – weiterhin ein Ort der Geborgenheit, der Hoffnung, des Auftankens, des Loslassens, des Lachens und des Friedens für Sie wird oder bleibt.

      In einem Infobrief an die Mitarbeiter schrieb Christine Siebald: „Wie es aussieht, kann man als Urlauber ab sofort mit dem Auto nach Korsika reisen. Das wird Kerstin Heykamp mit einigen Jugendlichen am 23.06. tun, um vor Ort die Saison vorzubereiten. Sie wird dafür sorgen, dass die französischen Hygienebestimmungen umgesetzt werden, damit sich unsere Urlauber sicher bewegen können und die Situation jederzeit unter Kontrolle ist. Wie die Räume im Einzelnen überhaupt genutzt werden können, werden wir nach Rücksprache mit den Behörden entscheiden. Möglicherweise werden wir uns in diesem Jahr mehr auf die Blumenterrasse als Veranstaltungsort konzentrieren, und natürlich werden wir die Teilnehmerzahl den Vorschriften anpassen. Deshalb hatte ich im letzten Brief erwähnt, dass alle Mitarbeitenden gerne Videoaufnahmen von Andachten, Predigten, Musikstücken, Konzerten mitbringen können, die dann wiederholt auf Bildschirmen abgespielt werden. Jedes Wochenteam wird seinen eigenen kreativen Spielraum entdecken und fröhlich zum Wohle der Gäste ausfüllen können. … Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, soll der Saisonstart am 4. Juli sein. Unser Team vor Ort wird dann mit zunehmender Normalisierung der Umstände und mit einem wachen Auge auf die medizinische Sicherheit das Programm erweitern und anpassen. Allerdings auch bei aufkommenden Schwierigkeiten die Aktivitäten wieder einschränken. ... Für alle Mitarbeitenden heißt das einfach: Bleibt locker und flexibel. … Was die Anreise im Juli betrifft, war die Entscheidung von Eurowings, die Flüge im Juli wahrscheinlich nicht durchzuführen, ein heftiger Rückschlag. Wir müssen es hinnehmen und hoffen auf einen reibungslosen Flugverkehr ab August.“

      Eine Freude ist es, dass nun der komplette Mitarbeiterstab steht. Im Informations- und Gebetsbrief zu Ostern stellte ich Ihnen Kerstin Heykamp und Thomas Lardon vor. Herr Lardon bot uns zu Jahresbeginn spontan an, "auszuhelfen und [s]eine in vielen Jahren gesammelten Erfahrungen als Freizeitpädagoge, Geschäftsmann, Autor, Familienvater und Liedermacher einzubringen … .“ Er wäre sicher ein wunderbarer Vor-Ort-Ansprechpartner gewesen, aber das hat die Krise verhindert. Für seine Bereitschaft, diesen Dienst zu übernehmen, möchte ich diesem liebenswerten Mitchristen mit seiner faszinierend reichhaltigen Biographie deshalb heute ganz ausdrücklich danken. Seine verbindliche Zusage im Januar, uns als Unterstützer zur Seite zu stehen, hat im gesamten Vorstand sehr befreiend gewirkt.

      Heute darf ich Ihnen Karolin Freund als zukünftige „Gäste-glücklich-Macherin“ vorstellen. Ab 01. Juli und in den kommenden Jahren wird sie auf Korsika leben und in Pinéa arbeiten. Als Vorstand sind wir dankbar, dass sie diesen Dienst als Berufung versteht.

 

"Name: Karolin Freund -> gerufen Karo

Alter: zarte 30 ;)

Beruf: gelernte Erzieherin und Gemeindepädagogin

Tätigkeit: Gäste-glücklich-Macherin

Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch,
                        Spanisch, Französisch (in Arbeit) – sonst
                        Hand und Fuß :)

Lebensmotto: „Sei du der Mittelpunkt in meinem Leben, der Mittelpunkt
                                 in meinem Herzen – ich gehöre dir.“

Diese Textzeile des Liedes „Mittelpunkt“ der Outbreakband beschreibt mein Fundament. Jesus Christus ist mein Mittelpunkt in allem, was ich tue, erlebe, sehe, höre und fühle. In den abenteuerlichsten Situationen, in vielen verschiedenen Ländern und im Kontakt mit den tollsten Menschen weltweit war er dabei, seit ich mich mit 15 Jahren für ein Leben mit ihm entschieden habe.

      Am besten lernt man mich in einem schönen und entspannten Gespräch kennen – ein Glas Wasser reicht mir dazu schon J. Wann immer ihr mich mal nicht singend durch die Gegend laufen hört, könnt ihr gerne fragen, was mir Anstrengendes durch den Kopf geht … Musik ist eine meiner größten Leidenschaften! Dabei spielt es keine Rolle, ob selbst gemacht, zugehört, komponiert oder getanzt bei sowohl Kinderdisco oder auch in Walzerform bei einer Abendveranstaltung – alles was gut klingt, ob alt oder neu, ist bei mir willkommen!

      Durch die vielfältigen Erfahrungen auch in der Arbeitswelt hat Gott mich doch perfekt auf meinen Dienst bei Pinéa Corsica vorbereitet. Angefangen hat das bei meinem freiwilligen Jahr in Brasilien, wo ich in missionarischer Tätigkeit Kinder vor Ort unterrichten und begleiten durfte. Während meiner Ausbildung am Marburger Bibelseminar war von KiTa bis Gemeindearbeit alles dabei. Die fantastische Arbeit in verschiedenen Robinson Club Anlagen, wo ich als Abteilungsleiterin Familie das Privileg hatte, Kindern und Jugendlichen durch abwechslungsreiches Programm und den Mitarbeitern durch eine kompetente Anleitung ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, hat mich sehr herausgefordert und geschult und in viele Bereiche Einsicht gegeben. Schlussendlich landete ich im 4* Hotel in Chemnitz, durch dessen Arbeit mir Reservierungsabläufe, als auch die Gästebetreuung nochmal ins Blut übergegangen sind.

      Mein Herz liegt bei den Menschen – wenn ich Anderen guttun kann, geht es auch mir gut. Mit allen Wünschen kann man zu mir kommen, und auf kreative Art und Weise findet sich für alles eine schöne Lösung ;). Dabei lasse ich mich sehr gerne herausfordern, Neues kennenzulernen und über meinen bestehenden Horizont hinauszublicken. Natürlich tummele ich mich herzlich gern mit Kids jeglichen Alters durch die Gegend und entdecke die Welt nochmal neu durch ihre Augen und bin immer noch jung genug für Sandburgen, Fingermalfarben und jeglichen Quatsch, der nicht nur durch Kinderköpfe geht ;). Ich bin ein Sonnenschein und strahle gerne mit eben dieser um die Wette. In diesem Sinne: Let the sun shine! J"

      Dass wir eine so ansteckend fröhliche und gleichzeitig erfahrene, kompetente Fachkraft in unserer Programmarbeit begrüßen dürfen, ist ein großer Grund, Gott zu danken. Auch, dass wir trotz der Ängste auf dem Höhepunkt der Pandemie nun, wenn auch verspätet, in die Saison starten können, ist ein Grund zum Danken. Und natürlich freuen wir uns, wenn Sie mit uns dafür beten, dass in den kommenden Monaten alle Urlauber und alle Mitarbeitenden in Pinéa gesundheitlich bewahrt bleiben und miteinander das Ein- und Ausatmen des Glaubens erfahren können. 

      Zum Schluss dieses Briefes gebe ich gerne einen Gedanken von Thomas Lardon aus seinem Buch Steh deinen Träumen nicht im Weg an Sie weiter:

                MEIN LEBEN
                IST EIN LIED.
                JEDES JAHR IST
                EINE STROPHE.

Ich wünsche Ihnen, dass die Strophe Ihres Lebens, die Sie gerade singen, ebenso wohltuende und inspirierende Melodien mit sich bringt, wie sie die Sänger der Polyphonies Corses immer wieder in ihren Konzerten singen. Im Namen von Christine Siebald, Carl von Gehlen und dem gesamten Beirat grüße ich Sie sehr herzlich: Seien Sie von dem dreieinigen Gott gesegnet, bleiben Sie gesund und fröhlich im Herzen! 

Ihr

Pastor Joachim Rohrlack 

Vorsitzender des PPG-e.V.